EU-Schlachtrindermarkt: Jungstierpreise aufgrund des geringeren Angebots stabil

Österreich: Bei Schlachtkälbern kann Bedarf nur bedingt gedeckt werden.

Wien, 14. Juli 2015 (aiz.info). - Nachdem am europäischen Schlachtrindermarkt in einigen Ländern das Angebot an Jungstieren rückläufig ist, sind die Preise bei einer weiterhin ruhigen Nachfrage nach Stieren und Kalbinnen überwiegend stabil. Bei Schlachtkühen ist die Angebotssituation regional sehr unterschiedlich, teilweise wird aufgrund rückläufiger Milchpreise und Trockenheit bereits von einem steigenden Aufkommen berichtet. Die Notierungen sind hier stabil oder tendieren nochmals leicht nach unten.

In Österreich ist das Angebot bei Jungstieren stabil und trifft weiterhin auf eine ruhige Nachfrage - in den nächsten Wochen könnte sie wieder leicht steigen, berichtet die Rinderbörse. Bei Schlachtkühen fällt die verfügbare Menge nochmals etwas geringer aus. Bei Jungstieren und Schlachtkühen konnte bis Redaktionsschluss noch nicht mit allen Abnehmern eine Preiseinigung erzielt werden. Im Schlachtkälberbereich sinkt das Angebot weiter. Trotz ruhiger Nachfrage kann der Markt nur bedingt versorgt werden, die Preise bleiben unverändert.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Kalbinnen der Handelsklasse R2/3 einen unveränderten Basispreis von 3,19 Euro netto je kg Schlachtgewicht. Bei Schlachtkälbern rechnet man mit einer stabilen Notierung von 5,25 Euro. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich bekanntlich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.
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