Heimischer Rinderbestand zeigte im Juni 2015 leichten Rückgang

Schweineherde war um 3,7% kleiner als vor einem halben Jahr.

Wien, 21. August 2015 (aiz.info). - Mit 1,950.000 Stück war der österreichische Rinderbestand zum Stichtag 1. Juni 2015 laut Statistik Austria um 0,6% kleiner als bei der Erhebung vom 1. Dezember 2014. Auch beim Schweinebestand kam es im gleichen Zeitraum zu einem Rückgang.

Der Jungviehbestand in der Altersklasse bis zu einem Jahr sank im letzten halben Jahr um 1,2% auf 622.000 Stück. Die Zahl der Schlachtkälber fiel dabei um 5,4% auf 152.000 Stück. Mit einem Plus von 1,1% nahm die Anzahl der ein bis zwei Jahre alten Rinder auf 437.000 Tiere zu. Dabei erhöhte sich der Bestand an Nutz- und Zuchtkalbinnen um 0,6% auf 192.000 Stück, jener an männlichen Tieren um 0,9% auf 165.000 und die Anzahl an Schlachtkalbinnen um 2,8% auf 79.700 Stück.

Die Gruppe der zumindest zwei Jahre alten Rinder wies im Halbjahresvergleich einen Rückgang um 1% auf 891.000 Stück auf. Bis auf die Milchkühe, mit einem Bestandszuwachs von 0,3%, nahmen die Tierzahlen aller restlichen Kategorien dieser Altersgruppe ab: Stiere und Ochsen (-6%), Schlachtkalbinnen (-6%), Nutz- und Zuchtkalbinnen (-0,6%) und andere Kühe (-3,4%).

Mit rund 62.600 Rinder haltenden Betrieben sank deren Anzahl innerhalb der letzten sechs Monate um 1,4%. Die durchschnittliche Bestandsdichte blieb dabei unverändert bei 31 Tieren je Betrieb.

Mastschweine-Bestand deutlich geringer

Der heimische Schweinebestand verringerte sich im vergangenen Halbjahr um 3,7% und lag am 1. Juni 2015 bei 2,761.000 Stück. Mit insgesamt 1,45 Mio. Tieren sank die Zahl der Ferkel und Jungschweine gegenüber Dezember 2014 um 0,4%. Rückgänge wurden auch bei den Beständen an Mastschweinen (-8,6% auf 1,07 Mio.) und Zuchtschweinen (-0,4% auf 246.000 Stück) festgestellt.

Die Anzahl der Ferkel nahm um 2,1% auf 678.000 Stück ab, jene der Jungschweine stieg um 1,2% auf 771.000 Tiere. Die anteilsmäßig größte Gruppe der Mastschweine, die Gewichtskategorie 50 bis unter 80 kg, schrumpfte um 4,9% auf 537.000 Tiere. Bei den Zuchtschweinen fiel der Bestand an Altsauen um 1,9% auf 193.000 Stück, während sich jener an Jungsauen um 3,8% auf 47.100 Tiere erhöhte. Die Zahl der Zuchteber wuchs im gleichen Zeitraum um 19% auf 5.500 Stück. Der Anteil der in der Schweinehaltung maßgeblichen Bundesländer (Ober- und Niederösterreich sowie der Steiermark) blieb mit 93,2% des Gesamtbestands nahezu unverändert.
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