Neue Technologien in der Landwirtschaft

Drohnen sowie automatische Bodenprobenentnahmen bilden innovative agrarische Instrumente. Lagerhäuser bieten ab dem Sommer entsprechende Services.

Wien, 16. Juni 2015 – Zu den neuesten Technologien in der Landwirtschaft zählen der professionelle Drohneneinsatz sowie automatische Bodenprobenentnahmen. Dank dieser Instrumente können agrarische Flächen aus der Vogelperspektive begutachtet oder individuelle, ressourcenschonende Düngerkonzepte verwirklicht werden. Damit ergeben sich wegweisende Möglichkeiten für eine moderne Landwirtschaft. Bauern stehen die entsprechende Beratung sowie die passenden Services in Lagerhäusern ab Juli zur Verfügung.

„In der täglichen Arbeit der Bauern mit der Natur spielt der Technologiefortschritt eine immer größere Rolle. Die heutigen Bauern sind technisch höchst versiert und setzen moderne Instrumente im Sinne einer traditionell naturnahen Bewirtschaftung ein“, so Christoph Metzker, RWA-Bereichsleiter für Betriebsmittel. „Neue Möglichkeiten bieten insbesondere der Einsatz von professionellen Drohnensystemen oder der mobilen Bodenprobenentnahme. Hier zeigt sich wie fortschrittlich Landwirtschaft ist.“

Hoch in die Luft

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Einsatz der LH-Drohne bei der Analyse landwirtschaftlicher Flächen © RWA
Der Einsatz von Drohnen bietet Land- und Forstwirten dank einer integrierten Digitalkamera einen gänzlich neuen Blick auf Felder oder Wälder – nämlich von oben. Dank Luftbildaufnahmen kann der Zustand der Pflanzen deutlich besser als bisher analysiert und kontrolliert werden. Spezialaufnahmen bieten weitere eindrucksvolle Möglichkeiten: Infrarotaufnahmen ermöglichen die Unterscheidung unterschiedlicher Pflanzenarten und decken eine ungleichmäßige Entwicklung der Pflanzen auf. Das ist beispielsweise bei Nährstoffmängeln oder einer hohen Bedrohung durch Unkraut klar von Vorteil. Wärmebildaufnahmen stellen hingegen auf Fotos eine unterschiedliche Temperaturverteilung färbig dar. Dadurch können zum Beispiel Schwarzwild oder Kitze in dichten Feldern erkannt und gerettet werden.

Mit der zierlichen Drohne kann man aber auch den eigenen Hof, Silos oder Lagerhallen schnell und flexibel aus der Luft überprüfen. Im Testbetrieb ist darüber hinaus die Ausbringung von Nützlingen. So vielfältig die Einsatzgebiete sind, so einfach ist die Anwendung. Ein Drohnenservice kann in Lagerhäusern in Anspruch genommen werden, die über die richtige Ausrüstung und geschulte Piloten verfügen. Diese lassen die Drohne unter Nutzung einer Livebildbrille gekonnt zum richtigen Ort schweben. Der hier eingesetzte Drohnentyp HAT-8 erreicht eine maximale Flughöhe von 150 m und eine maximale Geschwindigkeit von 70 km/h.

Ab in die Tiefe

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Ein speziell adaptierter LH-Geländewagen steht für automatische Bodenprobenentnahmen bereit © RWA
Unter die Erde geht es hingegen bei der Bodenanalyse, mit der der Nähstoffbedarf und Humusanteil der Felder ermittelt wird. Diese wurde bereits bislang von Landwirten genutzt, erfolgt dank einer neuen Methode nun jedoch automatisiert und damit gezielter. Lagerhäuser bieten ein neues Bodenprobenentnahme- und Analyseservice im Rahmen des Konzepts „Düngen nach Maß“. Dieses reicht von der Bodenprobe über einen individuell erstellten Düngerplan bis hin zu gezielten und ressourcenschonenden Düngemischungen.

Die Bodenprobenentnahme erfolgt über einen speziell ausgestatteten Geländewagen, der flexibel einsetzbar ist. Dieser verfügt über einen Computer sowie entsprechende Instrumente zur Bodenprobenentnahme. Mittels einer speziellen Software werden zunächst die Koordinaten des jeweiligen Felds auf einer digitalen Karte markiert und im Anschluss daran die Einstichpunkte via GPS festgelegt. Die Proben werden am Acker in einer Tiefe von 30 cm bzw. in Weingärten in einer Tiefe von 60 cm entnommen. Die Proben werden schließlich zu einer Mischprobe vereint und von einem offiziell autorisierten Labor analysiert. Die Lagerhaus-Berater besprechen die Ergebnisse mit den Landwirten und geben Empfehlungen für geeignete Düngermaßnahmen. Unterstützung bietet zudem die neue Online-Beratungsplattform „duengerplan.at“.

Die GPS-Daten der Bodenproben werden gespeichert. Das ermöglicht es, bei der nächsten Bodenprobenanalyse wieder exakt dieselben Punkte heranzuziehen und damit den Erfolg der getroffenen Düngermaßnahmen zu kontrollieren.

Präzise Datenerhebung

„Mit der Drohne und der automatischen Bodenprobenentnahme bieten die Lagerhäuser Instrumente, die in Zukunft wichtige Bestandteile der Präzisionslandwirtschaft darstellen werden. Damit ist es noch einfacher genaue Informationen über die Bodenbeschaffenheit sowie hier wachsende Pflanzen zu erhalten und gezielt auf deren Bedürfnisse einzugehen. Damit schonen wir Ressourcen und stehen klar zur heimischen Tradition einer naturnahen Bewirtschaftung“, so Metzker.

Das Drohnen- und Bodenprobenservice steht Landwirten in Lagerhäusern ab Juli zur Verfügung. Während die Drohne rund um das Jahr gut einsetzbar ist, empfiehlt sich die Bodenprobenentnahme insbesondere nach der Ernte. Dementsprechend werden Lagerhäuser die Bodenprobenentnahme im Herbst im entsprechenden Zeitraum aktiv ankündigen.
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