Heimische Sägeindustrie mit durchaus freien Kapazitäten

Weiterhin stabile Erlöse bei Fichte - Verhaltene Nachfrage nach Industrieholz.

Wien, 18. Juli 2016 (aiz.info). - Aufgrund der Entscheidung des Vereinigten Königreichs - Brexit - und die daraus entstehende Verunsicherung, wird die österreichische Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Monaten voraussichtlich gedämpft werden. Da die Konjunkturentwicklung im ersten Halbjahr besser verlaufen ist, als ursprünglich erwartet, sollte es jedoch kaum Auswirkungen auf das prognostizierte Gesamtergebnis für 2016 geben.

Die Standorte der österreichischen Sägeindustrie sind unterschiedlich mit Nadelsägerundholz bevorratet und durchaus aufnahmefähig. Die Nachfrage ist dementsprechend normal bis rege. Die Holzabfuhr verläuft zügig, lokal kann es niederschlagsbedingt zu Verzögerungen kommen. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b sind stabil. Kiefer wird bei ebenfalls konstanten Preisen jedoch gering nachgefragt, wie aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervorgeht.

Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz ist verhalten, da die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sehr gut bevorratet sind. Die Zufuhr ist teilweise streng kontingentiert. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten in Pöls und dem Abbau der hohen Lagerstände können die inländischen Holzmengen wiederaufgenommen werden. Buchenfaserholz wird bei stabilen Preisen nachgefragt. Der Absatz von Eschenfaserholz, anfallend durch das Eschentriebsterben, verläuft schwierig. Der Prozentsatz der Beimischung zur Rotbuche, bei Lieferungen nach Lenzing, ist strikt einzuhalten.

Milder Winter bremst Dynamik am Energieholzmarkt

Am Energieholzmarkt ist wenig Dynamik gegeben. Der Bedarf ist aufgrund deutlichen Minderverbrauches der vergangenen Winter und dem hohen Angebot an Kalamitäts- und Importholz gesättigt. Der Absatz ist meist nur im Rahmen der abgeschlossenen Verträge möglich. Zusätzliche Mengen sind schwer oder kaum am Markt unterzubringen.

Die LK Österreich empfiehlt, in den kommenden Wochen die Bestände besonders sorgfältig auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Befallene Bäume sowie bruttaugliches Material, das durch die lokalen Gewitterstürme vermehrt angefallen ist, sollten so schnell wie möglich entfernt werden.

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