Nachfrage nach Nadelsägerundholz im Inland stabil

Schadholzanfall durch Eisanhang überschaubar.

Wien, 16. Dezember 2014 (aiz.info). - Stagnierender Privatkonsum, der Rückgang der in- und ausländischen Nachfrage, eine zurückhaltende Investitionstätigkeit sowie getrübte Konjunkturaussichten im Euro-Raum haben die österreichische Konjunkturentwicklung abermals abgeschwächt. Die Wirtschaftsindikatoren für 2015 geben aktuell keine klaren Hinweise auf eine nennenswerte Belebung. Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz durch die österreichische Sägeindustrie ist bei unterschiedlicher Bevorratung anhaltend gegeben. Witterungsbedingt ist auf den zur Vernässung neigenden Standorten eine Holzernte nicht möglich. Bereitgestelltes Holz fließt rasch ab. Die Preise haben sich auf attraktivem Niveau weiter gefestigt, teilt die LKÖ in ihrem jüngsten Marktbericht mit.

Eisanhang: Schadholzanfall entspricht 3% des Jahreseinschlages

Der witterungsbedingte Eisanhang am ersten Dezember-Wochenende führte laut Forstbehörde zu einem bundesweiten Schadholzanfall von 600.000 Festmetern (fm), das entspricht 3% des durchschnittlichen Jahreseinschlages. Hauptbetroffen sind die Bundesländer Niederösterreich mit rund 400.000 fm und die Steiermark mit 190.000 fm. Der Laubholzanteil am Schadholz ist relativ hoch. In der Sortimentsverteilung ist aufgrund der überwiegenden Bruchschäden mit einem sehr hohen Anteil an Industrie- und Energieholz zu rechnen.

"Das Schadereignis ist während der Haupteinschlagssaison aufgetreten, die aus Sicht des Forstschutzes problematisch geschädigten Einzelbäume und Bestände werden in den kommenden Monaten sukzessive aufgearbeitet. Die Schadholzmengen sind daher auch gut im normalen geplanten Jahreseinschlag 2015 unterzubringen", berichtet die Kooperationsplattform "Forst Holz Papier". Es sei davon auszugehen, dass regional konzentriert anfallende Mengen in bewährter Weise in enger Abstimmung mit den Marktpartnern abgenommen werden.

Um diesbezügliche Waldlager im Frühjahr zu vermeiden, sollte die logistische Abwicklung mit den Abnehmern rasch vereinbart werden, empfehlen die Experten der LKÖ. Die im Oktober angefallenen Schneebruchschäden in Tirol und Salzburg werden bereits sukzessive aufgearbeitet.

Laubholzmarkt: Eiche lebhaft nachgefragt

Verarbeiter von Laubsägerundholz sind derzeit sehr aufnahmefähig. Die Nachfrage nach Eiche ist lebhaft, gefragt sind auch Schwarznuss und Elsbeere. Bei hellen Baumarten wie dem Bergahorn ist die Nachfrage verhalten. Mit Ausnahme Niederösterreichs, wo eine leichte Belebung bei Rotbuche festzustellen ist, gestaltet sich dieser Markt lustlos.

Industrieholzpreise stabil

Die Standorte der Papier-, Platten- und Zellstoffindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Die Verarbeiter sind um eine zeitgerechte Holzabfuhr bemüht. Vorhandene Waldlager im Süden von Österreich wurden abgebaut, die Preise sind stabil. Buchenfaserholz ist bei sehr guter Bevorratung verhalten nachgefragt.

Aufgrund der relativ milden Temperaturen und eines reichlichen Angebots an Energieholz verläuft der Markt weiterhin ruhig. Die Lager der Großverbraucher sind ausreichend beschickt. Dementsprechend wird der aktuelle Bedarf als eher gering beschrieben. Der Markt für Scheit- und ofenfertiges Brennholz entwickelt sich wiederum der Jahreszeit entsprechend gut, die Nachfrage ist rege.
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