Nachfrage nach Nadelsägerundholz fällt im Inland verhalten aus

Preisband für Leitsortiment Fichte hat sich vergrößert.

Wien, 20. Mai 2015 (aiz.info). - Die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar wirkt sich positiv auf eine erhöhte Nachfrage außerhalb der Eurozone aus. Österreich kann im Vergleich zu anderen EU-Staaten nicht im selben Ausmaß davon profitieren, da ein Großteil der Exportwirtschaft innerhalb des Euro-Raumes stattfindet.

Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist im Inland derzeit verhalten, da die Standorte der Sägeindustrie sehr gut bevorratet sind. Die Holzernteaktivitäten beschränken sich im Wesentlichen auf die Schadholz-Aufarbeitung, die Holzabfuhr erfolgt schleppend. An einigen Standorten ist die Zufuhr kontingentiert. Auch wenn der Holzanfall aufgrund des Sturmtiefs "Niklas" im Vergleich zum Gesamteinschlag eher gering ist, haben die Preise vor allem in den Schadenszentren Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg merklich nachgegeben. Das Preisband für das Leitsortiment Fichte hat sich vergrößert und reicht von 85 bis 101 Euro je Festmeter (FMO), teilt die LK Österreich in ihrem jüngsten Marktbericht mit.

Industrierundholz: Bedarf relativ gering

Die Standorte der Papier-, Platten- und Zellstoffindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Aufgrund des Revisions-Stillstandes in Gratkorn sowie der noch laufenden Reparaturarbeiten in Pöls ist der Holzbedarf entsprechend gering. Die Zufuhr zu den Werken ist streng kontingentiert. In Niederösterreich erfolgte eine Preisreduktion um 2 Euro je Festmeter, in den restlichen Bundesländern sind die Erlöse stabil. Mehrmengen an Buchenfaserholz aus dem Eisbruch werden aufgrund einer sehr guten Versorgungslage verhalten nachgefragt. Auch hier ist die Abnahme kontingentiert.

Die Nachfrage nach Energieholz ist, der Jahreszeit entsprechend, verhalten. Aufgrund des geringen Verbrauches in der vergangenen Heizperiode sind die Heizwerke sehr gut mit Rohstoff bevorratet. Der Absatz ist meist nur im Rahmen von abgeschlossenen Verträgen möglich. Brennholzsortimente, die im Zuge der Schadholzaufarbeitung anfallen, sollten auf Lager gelegt werden, um den Bedarf an qualitativer Ware in den kommenden Saisonen decken zu können, empfehlen die Forstexperten.
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