Kartoffelmarkt: Rodearbeiten bei Lagersorten erneut unterbrochen

Für laufende Vermarktung ausreichend Ware zur Verfügung.

Wien, 17. September 2014 (aiz.info). - Der österreichische Erdäpfelmarkt steht zurzeit unter dem Einfluss der großen Regenmengen, die in den vergangenen Tagen gefallen sind. Dadurch sind die Rodearbeiten bei den Lagersorten erneut zum Erliegen gekommen. In einigen Regionen wird erst Mitte der Woche eine Fortsetzung der Ernte möglich sein. Teilweise führen die nassen Bedingungen bereits zu Einbußen durch Fäulnis. Immer mehr Partien zeigen auch Schäden durch Drahtwurmbefall. Der vermarktbare Anteil der gegenüber dem Vorjahr umfangreicher geschätzten Ernte könnte dadurch kleiner ausfallen als erwartet, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Erzeugerpreisniveau unverändert

Verringert hat sich mittlerweile auch der Anteil an übergroßer Ware. Zeitgerechte Kulturmaßnahmen scheinen Wirkung gezeigt zu haben. Trotz des Erntestillstandes stehen für die laufende Vermarktung ausreichend Kartoffeln zur Verfügung. Der Absatz im Inland läuft auf saisonüblichem Niveau und auch die Exportaktivitäten nehmen zu. Das Erzeugerpreisniveau zeigt sich gegenüber der Vorwoche unverändert. Für mittelgroße Ware werden in Ostösterreich und in der Steiermark zwischen EUR 8,- und EUR 10,- je 100 kg bezahlt. Übergrößen werden weiterhin mit EUR 3,- bis EUR 6,- übernommen. In Oberösterreich bleibt der Preis für schalenfeste Ware mit EUR 12,- je 100 kg stabil auf dem Vorwochenniveau.

In Frankreich, Deutschland, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden wird heuer in Summe eine um 10% über dem fünfjährigen Durchschnitt liegende Menge an Konsumkartoffeln erwartet. Die deutsche Ernte ist gut vorangekommen, die Landwirte zeigen sich mit Menge und Qualität zufrieden. Der Erlösdruck hält aber weiter an, zu Wochenbeginn wurden Erzeugerpreise zwischen EUR 7,- und EUR 10,- je 100 kg genannt.
Artikel drucken Artikel empfehlen